News zum Minijob

By | Oktober 12, 2019

Immer mehr Mehrfachbeschäftigte in Deutschland

Viele Arbeitnehmer kommen mit ihrer regulären Tätigkeit nicht über die Runden. Immer mehr verdienen sich mit Minijobs etwas dazu.

Die Zahl der Menschen mit Nebenjob in Deutschland steigt weiter. Ende Juni 2019 waren rund 3 538 000 Mehrfachbeschäftigte registriert.

Das geht aus einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Darüber berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“.

450eurojobs

Im Vergleich zu Juni 2018 waren es rund 123 600 Menschen mehr, ein Anstieg von 3,62 Prozent. Fast drei Millionen Menschen hatten den Angaben zufolge neben einem regulären Job noch eine geringfügige Beschäftigung. Mehr als 345 400 Menschen gingen zwei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen nach.

Dritthäufigste Variante war die Kombination von zwei oder mehr sogenannten Minijobs. Dies galt für knapp 260 700 Fälle. Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung sind für 53 Prozent der Befragten finanzielle Schwierigkeiten oder Nöte ausschlaggebend für eine Nebentätigkeit, wie die Zeitung weiter berichtete.

Die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann forderte eine Erhöhung des Mindestlohns „in einem ersten Schritt auf 12 Euro die Stunde“, um dem Trend zu begegnen. Sie mahnte in der Zeitung überdies die Abschaffung der systematischen Niedriglohnbeschäftigung in Form von Leiharbeit und von sachgrundlosen Befristungen an. (dpa – 21.01.2020)

Zahl der Minijobber geht weiter zurück

Wie die Minijobzentrale bekannt gibt, arbeiteten 6,74 Millionen Beschäftigte zum 30. Juni im gewerblichen Bereich in einem Minijob. Das sind im Vergleich zum Vorjahr fast 23.000 Personen weniger.

Die Zahl der Minijobber in Deutschland sinkt weiter. Insgesamt registrierte die bundesweit zuständige Minijob-Zentrale in Essen zum Stichtag 30. Juni im gewerblichen Bereich noch gut 6,74 Millionen Beschäftigte mit einem Verdienst von bis zu 450 Euro. Das waren fast 23.000 Personen weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Gegenüber der ersten statistischen Erhebung im Dezember 2004, also vor 15 Jahren, ging die Zahl der Minijobber um 97.800 zurück, währen die Zahl der versicherungspflichtigen Beschäftigten um mehr als 7 Millionen Menschen anstieg.

Waren Minijobs früher vor allem als eine Aushilfstätigkeit für Frauen verbreitet, so gleicht sich das Geschlechterverhältnis zunehmend an. Zur Zeit sind noch 58,7 Prozent der Minijobber Frauen. Ihre Zahl sank aber verglichen mit dem Vorjahr um 1,1 Prozent oder 44.000. Deutlich stieg die Zahl der Ausländer, die einen Minijob ausüben. Waren es Ende Juni 2018 noch rund 921.000 Personen, so wuchs die Zahl innerhalb von zwölf Monaten auf fast 955.000.

Sowohl im gewerblichen Bereich als auch in Privathaushalten sind die Minijob-Arbeitgeber derweil am stärksten in Nordrhein-Westfalen vertreten. Dahinter folgen die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Schleswig Holstein, Sachsen, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Bremen.

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