News zum Minijob

By | März 26, 2020

Minijob und der Corona Virus

Liebe Leserinnen und Leser,
das Coronavirus ist zu einem bestimmenden Thema für uns alle geworden und beeinflusst immer mehr den Arbeitsalltag. Minijobber und Minijob-Arbeitgeber sind von den Auswirkungen gleichermaßen betroffen.

Mit der Ausbreitung des Coronavirus erreichen nicht nur uns täglich verschiedene Fragen, die sich auf Beschäftigungen im Minijob beziehen.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie kann es im Bereich der Saisonarbeit, insbesondere in der Landwirtschaft, zu fehlenden Arbeitskräften kommen. Um dem entgegenzuwirken ist beabsichtigt, die Zeitgrenzen für kurzfristige Minijobs auf fünf Monate oder 115 Arbeitstage auszuweiten. Die Anhebung soll für den Zeitraum vom 1. März bis 31. Oktober 2020 gelten. Mehr Infos zu diesem Thema erhalten Sie von uns in Kürze.

Wir von 450-Euro-Jobs.de finden, dass Sie bezüglich Corona und Minijob immer aktuelle Rechtssichere Aussagen zur Umsetzung erhalten sollten. Aus diesem Grund verweisen wir bei Fragen zu dem Thema auf die staatliche Minijob-Zentrale. 

Ihre Fragen und Antworten zu Corona und Minijob hat die >> Minijob-Zentrale << zusammengefasst.

Arbeitnehmer, für deren Hauptbeschäftigung Kurzarbeit angemeldet wurde, können daneben einen Minijob ausüben. Allerdings kann sich der Minijob auf die Höhe des Kurzarbeitergeldes auswirken. Weiterlesen >>Minijob-Zentrale.

Bleiben Sie alle gesund

Ihr 450-Euro-Jobs.de Team


Wie soll es mit den 450-Euro-Jobs weitergehen?

Mit Beginn des neuen Jahres gibt es für einige Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen mehr Geld in der Tasche: Die einen profitieren vom gestiegenen Mindestlohn, die anderen von höheren Tarifabschlüssen. Bei den Minijobs hat sich dagegen nichts geändert, seit 2013 gilt hier ein- und dieselbe Einkommensgrenze, nämlich 450 Euro. Aber sind die Minijobs in dieser Form überhaupt noch zeitgemäß? Das wird in Politik und Wirtschaft derzeit heiß diskutiert, auch in Sachsen.

Es ist eine paradoxe Situation: Wenn der Lohn steigt, ist das für einige Minijobber kein Grund zur Freude. Denn sie dürfen abgabenfrei maximal 450 Euro pro Monat verdienen oder nur 70 Tage im Jahr arbeiten. Also müssen sie sich entscheiden, sagt der Chef des sächsischen Hotel- und Gaststätten-Verbands, kurz Dehoga, Axel Klein:

Im Ergebnis habe sich die Arbeitszeit für viele Minijobber verdichtet, kritisiert der Hotel- und Gaststättenverband und fordert: Die Einkommensgrenze von 2013 sollte dringend angepasst werden. „Und wir schlagen vor auf 550 Euro. Das sollte der erste Schritt sein.“ Klein fordert, dass das mit einer Dynamisierung dieser Grenze verbunden sein sollte – entsprechend dem steigenden Lohnniveau.

CDU für Anhebung von Einkommensgrenze
Rückenwind bekommt der Dehoga von der CDU. Auch sie setzt sich für eine Anhebung und Dynamisierung der Einkommensgrenze ein. Allerdings hätten die 450-Euro-Jobs auch ihre Nachteile, sagt Alexander Krauß, langjähriger arbeitsmarktpolitischer Sprecher der CDU Sachsen und nun Bundestagsabgeordneter.

Ein Problem sei, dass „wir sehr viele Menschen haben, die aufstocken, die also sagen, ich beziehe Hartz IV und arbeite meinetwegen 10 Stunden pro Woche noch dazu. Und das ist mitunter genau so attraktiv, als wenn man 40 Stunden in der Woche arbeitet“. Da müsse man aufpassen, ob das jetzige System wirklich klug ist und wie man es am besten austariere.

Weitere Reformen auf dem Arbeitsmarkt wären laut Krauß also notwendig. Doch für viele Menschen seien die Minijobs von Vorteil und ein guter Zuverdienst, zudem seien sie flexibel und unbürokratisch, findet der CDU-Bundestagsabgeordnete.

Kritik von der SPD

Die SPD wolle mehr Beschäftigte in sozialversicherungspflichtige Jobs bringen und somit den Niedriglohnsektor eingrenzen, erklärt Homann. Eine Einkommensgrenze, die sich ständig erhöht, würde da genau das Gegenteil bewirken. Deshalb sollte man an ihnen festhalten und die Einkommensgrenze erhöhen.

Politik und Wirtschaft gespalten
Und auch in der Wirtschaft sind längst nicht mehr alle Branchen begeistert vom Konzept Minijob. Mit einer Pauschalabgabe in Höhe von 30 Prozent sei diese Beschäftigungsform teurer als manch andere. Die Innung der Gebäudereiniger fordert deshalb, die Minijobs gleich komplett abzuschaffen.

Das lasse sich ersatzlos jedoch nicht so einfach realisieren, sagt der Wirtschaftswissenschaftler und Leiter Ifo-Instituts Dresden Marcel Thum. Aber: „Besser als alles so langsam einschlafen zu lassen, wäre, hier eine Reform des Sozialsystems, des Steuer- und Transfersystems anzugehen.“

Wirtschaft und Politik sind bei der Minijob-Frage gespalten. Wie es mit den 450-Euro-Jobs weitergeht, muss die Bundesregierung entscheiden. Alexander Kraus von der CDU ist jedenfalls zuversichtlich, dass die Große Koalition noch dieses Jahr eine Regelung finden kann.

Quelle MDR


Immer mehr Mehrfachbeschäftigte in Deutschland

Viele Arbeitnehmer kommen mit ihrer regulären Tätigkeit nicht über die Runden. Immer mehr verdienen sich mit Minijobs etwas dazu.

Die Zahl der Menschen mit Nebenjob in Deutschland steigt weiter. Ende Juni 2019 waren rund 3 538 000 Mehrfachbeschäftigte registriert.

Das geht aus einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Darüber berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“.

450eurojobs

Im Vergleich zu Juni 2018 waren es rund 123 600 Menschen mehr, ein Anstieg von 3,62 Prozent. Fast drei Millionen Menschen hatten den Angaben zufolge neben einem regulären Job noch eine geringfügige Beschäftigung. Mehr als 345 400 Menschen gingen zwei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen nach.

Dritthäufigste Variante war die Kombination von zwei oder mehr sogenannten Minijobs. Dies galt für knapp 260 700 Fälle. Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung sind für 53 Prozent der Befragten finanzielle Schwierigkeiten oder Nöte ausschlaggebend für eine Nebentätigkeit, wie die Zeitung weiter berichtete.

Die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann forderte eine Erhöhung des Mindestlohns „in einem ersten Schritt auf 12 Euro die Stunde“, um dem Trend zu begegnen. Sie mahnte in der Zeitung überdies die Abschaffung der systematischen Niedriglohnbeschäftigung in Form von Leiharbeit und von sachgrundlosen Befristungen an. (dpa – 21.01.2020)

Zahl der Minijobber geht weiter zurück

Wie die Minijobzentrale bekannt gibt, arbeiteten 6,74 Millionen Beschäftigte zum 30. Juni im gewerblichen Bereich in einem Minijob. Das sind im Vergleich zum Vorjahr fast 23.000 Personen weniger.

Die Zahl der Minijobber in Deutschland sinkt weiter. Insgesamt registrierte die bundesweit zuständige Minijob-Zentrale in Essen zum Stichtag 30. Juni im gewerblichen Bereich noch gut 6,74 Millionen Beschäftigte mit einem Verdienst von bis zu 450 Euro. Das waren fast 23.000 Personen weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Gegenüber der ersten statistischen Erhebung im Dezember 2004, also vor 15 Jahren, ging die Zahl der Minijobber um 97.800 zurück, währen die Zahl der versicherungspflichtigen Beschäftigten um mehr als 7 Millionen Menschen anstieg.

Waren Minijobs früher vor allem als eine Aushilfstätigkeit für Frauen verbreitet, so gleicht sich das Geschlechterverhältnis zunehmend an. Zur Zeit sind noch 58,7 Prozent der Minijobber Frauen. Ihre Zahl sank aber verglichen mit dem Vorjahr um 1,1 Prozent oder 44.000. Deutlich stieg die Zahl der Ausländer, die einen Minijob ausüben. Waren es Ende Juni 2018 noch rund 921.000 Personen, so wuchs die Zahl innerhalb von zwölf Monaten auf fast 955.000.

Sowohl im gewerblichen Bereich als auch in Privathaushalten sind die Minijob-Arbeitgeber derweil am stärksten in Nordrhein-Westfalen vertreten. Dahinter folgen die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Schleswig Holstein, Sachsen, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Bremen.

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